Da das Obenende mit dem Arbeitervolk, neben dem Untenende mit seinen Kapitänen, Kaufleuten und Handwerkern eher schwach strukturiert war, entstand hier der  Wunsch einen Verein zu gründen, wo jeder die Möglichkeit auf den Königsschuss hatte.

Einen Verein der von der Bevölkerung getragen wird und sich dem Schützenwesen, seiner Tradition und seinem Brauchtum verpflichtet.
Somit wurde Anfang Juni 1924 der Schießverein Papenburg gegründet, obwohl es schon den Schützenverein gab.
Unter dem Vorstand von

1. Vorsitzender Willy Beetz, 2. Vorsitzender Friedrich Brehm, Schriftführer Nikolaus Koop, Kassierer Albert Müller sowie die Beisitzer Herm. Meyer, Georg Elberg und Heinrich Wilshusen

wurde die Schießanlage, die vorher vom Schützenverein benutzt wurde, bei der Gaststätte Hartkens am Bethlehem wieder instandgesetzt

und somit auch ein Vereinslokal gefunden. Auch wenn das erste richtige Schießfest erst 1925 stattfand,

so wuchs der Verein sehr schnell und schon 1927 konnte eine Vereinsfahne der Öffentlichkeit vorgestellt werden und der im gleichen Jahr gegründete Trommler und Pfeiffenkorp (jetziger Spielmannszug) hatte seinen ersten Auftritt.

Aufgrund des zweiten Weltkrieges, fand 1933 eine Zwangszusammenlegung des Schießvereins mit dem Schützenverein statt.

Nachdem der Krieg beendet war und 1950 der Schützenverein schon sein erstes Schützenfest wieder gefeiert hatte,

wurde auch der Schießverein wieder neu aufgestellt und fand seine neue Wirkungsstätte bei der Gaststätte Rüther-Berlage.
Neben den normalen Wettkämpfen zwischen den Schießbrüdern, fanden nun auch ein Herbstball und auch ein Winterfest bei der

Centralhalle Hannen statt.
1968 kam es im Vorstand zu Meinungsverschiedenheiten und Unruhen im Verein.
Doch der bis dahin als Tambourmajor des Spielmannszuges tätige Andreas Schulte, sorgte für eine Aussprache und auch dafür das neue

Vorraussetzungen  geschaffen werden konnten. Es wurde abermals die Grundlage für einen Neuanfang geschaffen.

Nachdem man wenige Jahre bei der Gaststätte Abbenseth sein Vereinslokal gefunden hatte, ging es zurück an die Geburtsstätte vom Schießverein.

Denn dort hatte Lambert Heyen die Gaststätte Hartkens übernommen und hier wurde ein neuer Schießstand errichtet. Er enthielt einen teilweise überdachten Luftgewehrstand mit 8 Bahnen, einer verrohrten KK-Bahn und einem Vorraum, der auch für den Vereinseigenen Spielmannszug  als Übungsraum vorgesehen war.  Der Schießverein wurde umbenannt in den Schießverein Papenburg von 1924 e.V..

Bei der Eröffnung 1969 wurde es auch geändert, dass man nicht mehr Sonntags und Montags sein Schießfest gefeiert hat, sondern Samstags und Sonntags. Nach wie vor aber immer noch an dem Feiertag von Peter und Paul.
Auch wenn in den 70er Jahren die finanziellen Gegebenheiten für den Verein absolut unzureichend waren, so waren doch die Aktivitäten des Vereins

von vielen Erfolgen gekrönt. 1970 fand das Kreisschützenfest beim Schießverein Papenburg statt, wo der Tambourmajor Andreas Schulte die Königsehre erlangte. 1971/1972 bekam der Spielmannszug eine Damenabteilung und auch das war ein Grund, warum der Verein immer schneller wuchs. In den 70er und 80er Jahren erfreuten auch die Winter und Sommerfeste immer steigender Beliebtheit.

Nach reifen Überlegungen gelang es dem Verein mit Hilfe des damaligen Bürgermeisters Heinrich Hövelmann, sich ein Grundstück am Sportplatz am Obenende zu sichern. Im März 1989 wurde mit dem Bau eines eigenen Vereinsheimes begonnen. Die enorme Eigenleistung von über 8000 Stunden vom Vorstand und den Vereinsmitgliedern erlaubte die Erschaffung von einem zukunftsorientierten eingerichteten Vereinstreff, der am 19.10.1990 feierlich eröffnet werden konnte.

Nach wie vor finden hier die Schießabende der Herren, Damen und auch der Jugendschießgruppen statt. Auch die Übungsabende des Spielmannszuges finden hier statt.
Im Jahre 2010 wurde die Schießanlage modernisiert und es wurde auf eine elektronische Auswertung umgerüstet. Somit war der Verein z.B. 2018 und 2019 in der Lage die Kreismeisterschaften auf seinem Stand auszurichten.
 In den letzten Jahren bietet der Schießverein nicht nur sein Sommerfest im Juni, sowie das Winterfest im Februar an, sondern in Zusammenarbeit mit dem Spielmannszug auch ein Osterfeuer am Karsamstag und auch einen familiären Weihnachtsmarkt am dritten Advent auf seinem Schützenhof am Bethlehem an.